Canon nFD 17mm 1:4 an Sony α7

Autor: Markus am 30.05.2015

Das Canon 17mm 1:4 ist, abgesehen vom unbezahlbaren 14mm L, das weiteste rektilineare Objektiv im nFD Lineup.

Die Meinungen in der Foren gehen dahin, daß man eher zum 20mm 2.8 greifen sollte, da die Bildqualität an modernen Sensoren nicht überzeugen kann.

Klar zu konstatieren ist dem 17mm eine (für Architektur unangenehme) Schnurrbart-Verzerrung und eine große Anfälligkeit für Flares, auch wenn die Sonne nur am Rand steht.

Klar ist der Bildrand bei Offenblende nicht wirklich scharf - das ist er aber auch bei modernen KB-Objektiven eher selten ... wenn man aber ganz unvoreingenommen mit dem Objektiv loszieht, dann können schöne Biler entstehen. Der Kontrast bei Offenblende ist etwas schwächer (und die Bildfeldwölbung macht sich bemerkbar, man beachte den Unterschied zwischen Bild 2 und 3); da man aber bei dieser Brennweite auf Grund der Motive oft abblendet können die Ergebnisse überzeugend sein. Vignettierung ist ab f5.6 kein Thema mehr.

Die Gebrauchtpreise bewegen sich zwischen 175 und 225 Euro - kein Pappenstiel, daher sollte eine Investition in dieses Objektiv wohlüberlegt sein.

Noch kurz zu den technischen Daten des Objektivs

  • Markteinführung: Dezember 1979
  • Konstruktion: 11 Elemente in 9 Gruppen
  • Blendenlamellen: 6
  • kleinste Blende: f22
  • Nahgrenze: 0,25m (maximale Vergrößerung: 0,1)
  • Filterdurchmesser: 72mm
  • Sonnenblende: BW-72
  • Größe (d x l): 76,5 x 56 mm, Gewicht: 360g

Beispielbilder 

  1. "Schnurrbart"
  2. f4
  3. f11
  4. f4
  5. f16
  6. f8
  7. f4