Canon nFD 135mm 1:3.5 an Sony α7

Autor: Markus am 11.07.2015

Auf den ersten Blick ist das Vorhandensein des Canon nFD 135mm 1:3.5 im Sortiment zum parallel erscheinenen nFD 135mm 1:2.8 (und natürlich dem 1:2.0) etwas unverständlich ... auf den zweiten auch.

Die Vermutung liegt nahe, daß Canon hier einfach eine Linse für den schmalen Geldbeutel an den Mann bringen will, im Vergleich zum 1:2.8 finden wir eine deutlich einfachere Konstruktion - 4 Linsen in 4 Gruppen und 6 Blendenlamellen; die 1:2.8 und 1:2.0 Versionen verfügen über 6 Linsen in 5 Gruppen und 8 Blendenlamellen und sorgen damit, wenn man sich untenstehende Bilder anschaut für ein deutlich schöneres Boké und annähernd runde Unschärfekreise  - die Hexagone des 3.5er sieht man in den Bildern.

Bliebe das Budget-Argument - das leider auch keins ist; das 135/2.0 lag bei ca. 650 DM, das 135/2.8 bei 300 DM ... und das 135/3.5? Bei 250 DM.

Bliebe also nur noch eine Gewichtsersparnis von 70g ... leider ist es auch noch etwas länger als die 2.8er Version :-). Letzte Hoffnung Naheinstellgrenze - trügt, bei allen 3 Objektiven 1,30m. Nicht wirklich hilfreich scheinen auch die Klicks des Blendenrings - von 3.5 direkt nach 5.6 und dann in 1/2-Blendenschritten weiter aufwärts.

Man kann natürlich auch mit diesem Objektiv tolle Fotos komponieren - das Bild wir bekanntlicherweise hinter der Kamera gemacht; was es 1979 allerdings zusammen mit den 2.8er im Objektivlineup sollte, erschließt sich mir nicht ...

... bei einem aktuellen Gebrauchtpreis vom um die 15€ kann man aber nicht viel falsch machen :)

Beispielaufnahmen: 6x f3.5, 1x f5.6, 1x f13